Sonntag, 3. November 2019

Ein Jahr ohne dich

Español, English


Heute, genau vor einem Jahr, hatte unsere Maria ihre Krise.  4 Tage später, am 7 November  musste sie uns leider für immer verlassen.
Es ist ein Jahr seit ihrem plötzlichen Ableben vergangen. Viel ist uns in der Zwischenzeit passiert. Mit der Absicht wieder ein Tempo und einen Alltag zu finden, mussten wir vieles ohne Sie erleben. Wichtige Momente wie Geburtstage, Feiertage, erste Tage in der Schule hat sie verpasst, und sie hat uns jede Minute gefehlt. Sie fehlt uns und sie wird uns immer fehlen.
Wir mussten uns ein neues fremdes Leben aufbauen. Dank Mama, Maria, haben wir viel gelernt und dank ihrer Erziehung und ihren klaren Lebenszielen kommen wir heute Zuhause auch irgendwie ohne ihr zurecht. Ein Zuhause das sie uns geschenkt hat. Das Konzept vom Heim haben wir von ihr gelernt und wir werden es so leben wie sie es gewollt hätte.



Wir hatten so viele Begegnungen mit Freunden und  haben so viel Unterstützung bekommen. Im letzten Jahr, dank euch, der Familie und allen  die uns begegnet sind, konnten wir eine neue "Normalität" finden. Eine Normalität, die gar nicht normal ist oder sein soll, aber Eine an der wir viel von der Zukunft erwarten, und darum geht es im  Leben, nach vorne zu blicken.
Ich will glauben, dass wir wieder, irgendwie, auf unseren Füßen stehen, und ihr seid alle ein wichtiger Teil davon. Eines ist klar, Mama, Maria, wird uns immer fehlen und der Schmerz ihrer Abwesenheit wird immer spürbar sein. Aber man lernt damit zu leben. Es ist ein unverzichtbarer Teil unserer Geschichte, ein Teil den leider früher oder später jeder von uns, vielleicht in einer anderen Form und unter anderen Umständen, erleben muss.
Wir blicken nach vorne und wir sind sehr dankbar für alle Freundschaften die wir geschlossen haben. Auch für Mamas Freunde, die unsere Freunde geworden sind.

Auch wenn wir uns nicht täglich begegnen, wissen wir, dass ihr von Zeit zu Zeit an uns und an Maria denkt. Wir denken auch an jeden von euch und wir wissen, dass wir uns irgendwann wieder treffen werden.

Danke für alles und auf ein Wiedersehen,


Luis, Matteo und Diego

Dienstag, 28. August 2018

Eine sehr tiefe Diskussion über Unsterblichkeit mit meinem 5-jährigen Philosoph

Español, English


M - Papa, willst du für immer leben?
P - Irgendwann müssen wir sterben Sohn. Aber weißt du was? einer der Gründe warum Leute Kinder haben, ist es, um unser Leben zu verlängern, auch wenn wir nicht mehr da sind mein Sohn. Wir leben weiter in unseren Kinder. Du, mein Kleiner, hast mein Blut und meine Gene; und dank dir existiere ich weiter in dir. Und ich werde immer an deiner Seite sein. Auch wenn ich nicht mehr da wäre.
M - Also dann, willst du in einem Sarg oder in einer Vase begraben werden?
P - Ich glaube. Ich weiß noch n..
M - Ich meine, willst du, dass dich die Würmer fressen oder willst du verbrennen.
P – Ehm .. ja… wie wäre ein Eis?


Donnerstag, 5. April 2018

Mütter, bringt eure Kinder zur Arbeit!, Väter, weiter Missachten

English, Español


Es wurde ein Artikel1 veröffentlicht, in dem zu lesen ist, wie Mütter, die als Wissenschaftlerinnen arbeiten, unterstützt werden sollten. Mütter sollten berechtigt sein, ihre Kinder zu Forschungskonferenzen mitbringen zu können. Die Idee, obgleich sie fair klingt, könnte aber nur oberflächlich sein und die existierende Ungerechtigkeit gegen Frauen mit Kindern in der Arbeitwelt verstärken.

Ausschnitt aus einer "Vater und Sohn"-Geschichte des Zeichners. Erich Ohsers (E.O. Plauen) 2

Hier erkläre ich warum.

Als Vater, der Wissenschaftler ist, verheiratet mit einer Wissenschaftlerin; hätte ich kein Problem zu sehen, wenn eine Mutter ihr Kind mitten in einer Konferenz stillen muss. Ich hätte auch kein Problem, wenn ich laufende Kinder während den Posterpräsentationen sehen würde, allerdings nicht bei Vorträgen. Aber ich bezweifle, dass ein Elternteil sich auf die Arbeit an eine Konferenz konzentrieren könnte, wenn sein/ihr eigenes Kind essen muss oder Aufmerksamkeit braucht.
Es wird allerdings für ein Kind sicher langweilig sein (sowie für den Großteil der Weltbevölkerung), zu hören, wie das Protein “X” mit dem Peptid “Y” interagiert und was die statistische Signifikanz zwischen Gruppe A und B ist….zzzzzzzzz.

Die ganze Idee, Kinder in wissenschaftlichen Konferenzen zu erlauben, um junge Mütter zu unterstützen,  könnte Sexismus vergrößern, da der Vorschlag meint, dass Mütter alleine für die Kinderbetreueng, auch während der Arbeit, zuständig sind, und das befreit Väter (un)günstig von der Verantwortung ihre eigenen Kinder zu betreuen.

Die einfachste Lösung wäre:
1. Väter sollen die Verantwortung übernehmen, wenn die Mütter nicht da sein können.

2. Kinderbetreuungsplätze am Arbeitsplatz, und vielleicht auch in Konferenzen zugänglich zu machen, was in manchen Ländern schwierig erscheint. Das ruft zu einem Wechseln der Politischen Ansichten mancher Regierung gegenüber Müttern nicht nur in wissenschaftlichen Berufen.
Ein Geheimtipp: Es gibt Länder, die Familien mit Kinderbetreung und bezahltem Vaterschaftsurlaub untertützen.

Referenzen:
1. Nature 555, 551 (2018)

Mittwoch, 14. März 2018

Stephen Hawking und sein Vermächtnis

Español, English


Es gibt nur eine Person, die die Komplexität des Universums und des Daseins, am besten verstehen konnte. Die gleiche Person lebte wahrscheinlich jedem Tag so als ob er der Allerletzte wäre, so wie es sein sollte.



Diagnostiziert mit einer Krankheit, die ihn nicht mehr als ein paar zusätzliche Jahre leben lassen würde, hat er es geschafft länger als 50 Jahre mit seiner Krankheit zu leben. In dieser Zeit hinterließ er uns so viel Wissen, wie es nur Isaac Newton zu seiner Zeit getan hat.

Stephen Hawking verlässt diese Welt, aber er gehört zur Ewigkeit, so lange die Menschheit existiert. Nicht zu lang wenn seine Vorhersage stimmt.


Fotos and links

https://www.youtube.com/watch?v=TzH5j1fTZZ4

Dienstag, 2. Januar 2018

Ein vertrauenswürdiges und einfaches Fitness Tracking System

English, Español

Activity oder Fitness Tracker Geräte (Gesundheits-Armbänder) werden empfohlen, um physische Aktivitäten, tagsüber und nachts, zu kontrollieren. Nichtsdestotrotz können sie nicht immer spezifische Information von jedem Benutzer abrufen, besonders von denen die sich Smartphones immer noch verweigern.
Ein klassisches, batterieloses Activity Tracker SYstem (KlaSy) wurde für ein ganzes Jahr von Jänner bis Dezember 2017 evaluiert.
Die täglichen sportlichen Aktivitäten von einer motivierten 37-jährigen Person wurden nach jedem Trainingstag schriftlich mittels Tastatureingabe in einen 7 Jahre alten Computer notiert.
Die Trainingsübungen waren in 6 Kategorien eingeordnet: 1) Beine, 2) Core (Rücken, Bauchmuskeln, 3) Arme ziehen, 4) Arme drücken, 5) Ganzkörpertraining, 6) Andere (wie Schwimmen, Laufen, Radfahren, etc.)
Eine Datenbank mit 137 Übungen für die verschiedenen Kategorien wurde, basierend auf eigener Erfahrung und den Empfehlungen von Marc Lauren, erstellt. Die Datenbank half zu entscheiden, welche Übungen an jedem Tag trainiert werden.
Ein Durchschnitt von 16 Übungen pro Woche wurde fast ununterbrochen in 2017 durchgeführt. Die Wochen mit niedriger Aktivität waren verursacht durch A) Krankheit B) Entspannungstage in einer Therme C) Sommerfamilienurlaub, D) reine Faulheit, oder E) Weihnachtspause, wie gezeigt in folgender Abbildung  1.


Übungen pro Woche in 2017 für jede Kategorie.



Abbildung  1: Die Pfeile A, B, C, D, E zeigen Unterbrechungen des normalen Trainingsprogram. KlaSy identifizierte  genau diese Wochen.

Insgesamt wurden in 2017 860 Übungen trainiert und das Training hat die Leistung in verschiedenen physischen Herausforderungen des betreffenden Sportlers verbessert.

Ein Versuch den Plank-Weltrekord zu knacken


Der 2017 Neujahrvorsatz:Fliegenderliegestütz


Der Trainingstil in dieser Zeit hat, im Vergleich zu anderen Jahren, kaum Lauftraining beinhaltet (285 Minuten in 2017 vs. ca. 2400 Minuten pro Monat zwischen 1996 und 2003).

Der Zusammenhang zwischen den Wochen mit niedriger Aktivität (Abbildung  1, A to E) und der Zeit wenn, wegen externen oder motivationsbedingten Ursachen, nicht trainiert wurde; validiert KlaSy als ein System, um physische Aktivität zu überwachen und zu bewerten.
Diese Ergebnisse zeigen, dass das klassische Aufschreiben von Trainingstagen und –übungen besser sein kann als invasive und unspezifische Meßgeräte, die von Smartphones abhängig sind.

Materialen und Methoden
Eine Klimmzugstange fixiert an einer Betonwand, ein kleines Kind (4-8 kg), ein mittelgroßes Kind (9-14 kg), eine Trainingsmatte und ein Abs roller wurden spontan, abhänging von der Laune des Nutzers, verwendet. Die statistische Analyse wurde mit Excel Software (Microsoft Office) ausgewertet. Die Mehrheit der Übungen wurden entsprechend Marc Laurens Buch ausgeführt. Beispiele für jede Kategorie sind in den folgenden Videos gezeigt.

Beine Übungen

Drücken

Ziehen

Core


Referenzen:
Videos: https://www.youtube.com/user/tertulioo/videos
Buch: Marc Lauren. You are your own gym (Fit ohne Geräte). 2011

Samstag, 14. Oktober 2017

Ein Kommentar von einem ausländischen Beobachter zu den österreichischen Wahlen 2017.



Diesen Sonntag finden in Österreich Wahlen statt, um einen neuen Kanzler zu küren. Und wie in jedem anderen Land, wird es nicht einfach zu entscheiden, wer soll der Staatsvertreter mit direktem Zugang zu unserer Geldtasche sein. Ich kann nur meine neutrale Meinung äußern, da ich nicht berechtigt bin zu wählen, im Land in dem meine Söhne geboren sind (das ist keine Beschwerde, nur eine Erklärung).


Eine kurze Einleitung zu den Kandidaten:

Die Roten von der Sozialistischen Partei SPÖ werden von Christian Kern geleitet, der gerade noch Kanzler in Österreich ist. Er wurde nicht Kanzler, weil er gewählt würde, sondern weil er gute Verknüpfungen mit der roten Partei hatte. Herr Kern war der Geschäftsführer von den Östereichischen Bundesbahnen ÖBB bevor ihn die Rote Partei anstellte, um den zurücktretenden Kanzler Werner Faymann zu ersetzen. Herr Faymann konnte sich nicht mit dem Koalitionspartner einigen und kündigte seinen Job, um sich im Urlaub zu erholen und danach eine neue fruchtbare Karriere in der UN, neben seinen privaten Geschäften,  zu betreiben.
 Vielleicht ist die Erfahrung vom Christian Kern  attraktiv genug, um Wähler zu locken, weil er auch Geschäftsführung-Erfahrung ins System bringen würde. Die Ergebnisse seiner ehemaligen Arbeit in der ÖBB  wurden positiv bewertet und das könnte sich auch positiv auf die Lebensbedingungen der Österreicher auswirken. Diesen Vorteil scheinen die anderen Kandidaten nicht zu bieten.


Sebastian Kurz ist der Leiter der türkisen Partei ÖVP. Seit seinem Ankommen in der Partei, hat er alles verändert, inklusive der traditionellen schwarzen Farbe der ÖVP. Er hat bedingungslose Unterstützung bekommen, da die Partei, nach der Kündigung des Vizekanzlers  und Parteichef s Reinhold Mitterlehner, keinen anderen Kandidaten finden konnte. Herr Kurz übernimmt die Obmann-Stelle vom zurücktretenden Herrn Mitterlehner, der sich wegen den schwierigen Verhandlungsbedingungen mit den SPÖ-Kollegen von der Politik distanzierte. (Die Zusammenarbeit auf politischer Ebene scheint in Österreich hart zu sein).

S. Kurz, mit dem Stereotyp vom idealen Chef: groß, sympathisch und auch ein guter Redner leitet die immer noch schwarz genannte Partei (türkis wird von den Medien vermieden). Seine Werbung für diesen Wahlkampf war leider identisch oder mindestens sehr ähnlich zu der der rechten Partei FPÖ. Die stürzt sich gegen Migranten und Flüchtlinge, da sie anscheinend ein großes Problem in Österreich sind. Der junge S. Kurz bringt, meiner Meinung nach, nicht genug Erfahrung mit. Trotzdem hat Kurz es geschafft, sich, dank seiner Kommunikationsfähigkeiten, in eine sehr gute Lage zu bringen. Er war Staatssekretär für Integration und ist im Moment Außenminister von Österreich, und das nur mit seinen 31 Jahren. 


Heinz Christian Strache ist der Obermann der Blauen und Rechten Partei FPÖ. Die wollen unbedingt die Islamisierung in Österreich stoppen, da diese, für die FPÖ und deren Anhänger, das größte Problem des Landes ist. 

Andere wichtige Themen werden von HC Strache und seinen Leute, meiner Meinung nach, nicht korrekt und profesionell addressiert. Ich als Immigrant und tolerante Person, kann nur die Werbe-Kuscheltiere, die sie an jeder Ecke schenken, verweigern. Auch wenn die meine Söhne gerne nehmen würden. 

In den letzten Wahlergebnissen hat die FPÖ die Mehrheit der Wähler im ländlichen Bereich gewonnen. Ironischerweise ist der Flux der Immigranten in diesen Regionen weniger im Vergleich zu größeren Städten (z.b Wien, wo die Blauen weniger Chancen hatten). Das zeigt die Ungerechtfertigkeit  der Angst der Wähler im Land. 


Matthias Strolz kandidiert für die Neos. Von ihm konnte ich leider nur lernen, dass er zu aggresiv in seinem Umgang mit anderen Kandidaten ist. Vielleicht ist er für einen Bundeskanzler ein bisschen zu aufgedreht. 




Wenn man eine Partei mit neuen Ideen sucht, sind vielleicht die Grünen zu empfehlen. Sie werden sich, wie ihr Name sagt, um die Umwelt kümmern. Nichtsdestotrotz hat diese Partei wenig Unterstützung. Die Chefin Ulrike Lunacek hat vielleicht die Gabe Österreich gut zu vertreten, aber sie ist nicht populär genug wie ihr Kollege Alexander van der Bellen, der die Wahlen zum Bundespräsident gewonnen hat. Außerdem würde sie von der Opposition gefressen werden. 

Diesen Sonntag kann ich nur auf die Ergebnisse warten, sodass ich mit Freunden und Kollegen feiern oder trauern kann. Aber etwas ist fix, im Vergleich zur Wahl in einem Englischsprachigen Land auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans, sind diese Wahlen gar nicht so schlimm.

Referenz Fotos
1. Propaganda XXXLutz 2017
2. http://info-direkt.eu/2017/10/03/christian-kern-gibt-zu-ich-habe-enges-verhaeltnis-zu-soros/
3. https://www.news.at/_storage/asset/8128397/storage/newsat:key-visual/file/118943406/obersterreich-initiative-zusammensterreich-kurz.jpg
6. http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wahlen/bundespraesidenten_wahl/820251_Fotofinish-um-die-Hofburg-Wahlkarten-entscheiden.html https://media05.regionaut.meinbezirk.at/2013/09/09/5022826_web.jpg
7. https://media05.regionaut.meinbezirk.at/2013/09/09/5022826_web.jpg
8. http://images.derstandard.at/t/12/2017/07/17/lu.jpg


Freitag, 28. Juli 2017

Eine Lektion der Zeit: vom Urknall bis zum Menschen-Aussterben.

Español, English

In den letzten zwei Monaten, habe ich mit meinem älteren Sohn (4) viel über das Universum, die Planeten und die  Dinosaurier gelernt. Diese Themen sind im Moment sehr wichtig in seinem Alltag, der viel mit Bücher und Museumsbesuchen verbracht wird. Ich, als glücklicher Teilnehmer daran, habe ich mich mit den philosophischen Fragen beschäftigt: wie alt ist unser Universum wirklich, warum sind die Dinos ausgestorben und was machen wir überhaupt hier auf diesem Planet?


Wir haben gelernt, dass das Universum 13,7 Milliarden Jahre alt ist (in Zahlen: 13.700.000.000 Jahre) und das alles mit einer großen Explosion (dem Urknall) angefangen hat. Seither ist viel passiert, bevor sich die Menschheit entwickelt hat. Interesant ist, dass wir relativ neu in der Geschichte des Universums sind. Nichtdestotrotz glauben wir immer noch, dass wir im Mittelpunkt des Universum stehen. Noch schlimmer, wir verteidigen auch mit Leben und Seele unsern persönlichen mythologischen Glauben über die Schöpfung der Erde.

Warum sage ich, dass wir neu im Universum sind? Um das zu verstehen, nehmen wir an, dass das Universum eine gesunde und attraktive Hundertjährige ist, die so aussieht, als ob sie noch längere Zeit leben wird.


 In diesem Sinne, im Alter von 1 Jahr (200 Millionen Jahre nach dem Urknall) haben sich Galaxien gebildet, aber erst mit 67 Jahren ist der Planet Erde in unserem hundertjährigen Universum entstanden (9150 Millionen Jahre nach dem Urknall). An ihrem Anfang ist die Erde aber noch zu jung und unreif um Leben zu erhalten.

Vielzellige Organismen (Ediacara fauna) haben sich ca. 13,08 Milliarden Jahre nach dem Urknall auf mindestens einem der Trillionen Planeten des Universums entwickelt (Planet Erde). Das wäre zum 95. Geburtstag unseres hundertjährigen Universums.

Dinosaurier sind vor 235 Millionen Jahren erschienen  (das hundertjährige Universum ist jetzt 98 Jahre alt) und sie haben den Planet für nicht weniger als 160 Millionen Jahre beherrscht (etwas mehr als ein Tag für das 100 Jahre alte Universum).

Das fünfte große Aussterben auf der Erde, das die Dinos nicht überstanden haben, ist 65 Millionen Jahre her. Danach haben sich Menschen von den Affen (Hominoidea) entwickelt. Unsere Miss Universe ist jetzt 99 Jahre und es fehlen nur 53 Tage bis zu ihrem 100. Geburtstag.

Homo sapiens (Menschen) erschienen 20 Stunden vor dem 100. Geburtstag unseres hundertjährigen Universums (300 Tausend Jahre alte Fossilien wurden in Marokko gefunden).
http://www.nature.com/news/oldest-homo-sapiens-fossil-claim-rewrites-our-species-history-1.22114

Der Ablauf der Entstehung des Universum und unseres Planeten ist intensive untersucht. Die Ergebnisse sind zum Großenteil sicher genug, um sie Schülern und Studenten zu lehren. Darüber hinaus werden die Infos in Textbüchern andauernd aktualisiert und sie werden mit wissenschaftlichen Verfahren oder mindestens mit mathematischen Approximationen getestet. Diese Methoden wollen wir nicht näher besprechen, weil sie in einem ganzen Studium in Paläontologie, Astrophysik oder Teilchenphysik studiert wird. Trotz all dieser Kenntnisse glauben Menschen, heute und seit ihrem Ursprung, an eine übernaturliche und mythologische Kraft,  die das Universum, die Erde und die Menschheit erschaffen hat. Jede Religion (wenngleich nur Minuten alt in der Geschichte des hundertjährigen Universum) hat ihr eigene Version vom Ursprung; und ihre Anhänger werden sich nicht öffnen, um andere Erklärungen als ihre eigenen zu hören.

Zu unserem Glück, gibt es Leute die nicht an Märchen glauben und die rationale Erklärungen für den Ursprung der Dinge suchen. Ohne diese Leute würden wir immer noch daran glauben, dass der Planet Erde flach und das Zentrum des Universum ist, oder dass Menschen aus Schlamm, Staub, Mais oder aus einer männlichen Rippe erschaffen sind.

Es sollte uns Sorgen machen, dass wir (mit ziemlicher Sicherheit) nicht so lange wie die Dinos auf diesem Planet leben werden (160 Million Jahre). Es wird geschätzt, dass Menschen nach nur einem sehr kurzen Lebensweg (300 Tausend Jahre) im Jahr 2600 aussterben werden, falls unsere Politik nicht Lösungen für die Klimaprobleme und das exponentielle Bevölkerungswachstum findet1. Auf dieser Grundlage fordert uns Stephen Hawking, einer der größten Physiker unserer Zeit, dringend auf, neue Welten zu suchen, die wir kolonisieren können, sodass wir das bevorstehende Aussterben verhindern können.

 http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/stephen-hawking-warnt-vor-folgen-des-fortschritts-a-1072720.html

Für einen sehr interessanten Vortrag von ihm im Starmus Festival 2017 (Norway) seht hier

https://www.youtube.com/watch?v=lpG5P6ugeeI

Das Thema bringt mehrere Fragen auf, die wir vielleicht nie antworten werden können wie zum Beispiel:
Was ist mit der Zeit vor dem Urknall?
Vielleicht ist unser Universum ein Teil vom anderen, oder ein von vielen. Und was würde passieren, wenn zwei  Universen kollidieren? (falls beide, wie unser sich expandieren) wahrscheinlich eine total Annihilation. In der Tat, ist ein “Multiversum” (mehrere Universen) möglich unter der M-theorie (davon habe ich wenig Verstanden, aber ein Astrophysiker wird es wahrscheinlich besser verstehen).
Auch wenn wir nicht in den nächsten Tausend Jahren untergehen, werden wir vielleicht in einige Millionen Jahren Dank den kommenden Massenaussterben, wie vor 440, 375, 250, 205 und 65 Millionen Jahren, ausgerottet. Eine Abkühlung des Universums, eine Explosion unserer Sonne  oder andere mögliche astronomische Katastrophen garantieren unsere Vernichtung. Demzufolge sollten wir darauf zielen, eine Sicherungskopie (Backup) mit all den Informationen, die wir in den letzten 300 Tausend Jahre generiert haben, zu schaffen. Von wie “Feuer zu machen“ bis zum “ wie Spaghetti zu kochen” soll für die folgende Bewohner unserer oder wahrscheinlicher einer anderen Welt gespeichert werden.  

Jetzt, wenn sie mich entschuldigen, ich muss meine sehr beschränkte Zeit  in dieser Welt  für etwas anderes verwenden (hoffentlich >80 Jahre für mich, ungefähr nur 18 Sekunden für unsere 100 jährige Miss Universe).



Die Beständigkeit der Erinnerung, Salvador Dalí 1931


  
Referenzen:
1.       Hawking, Stephen. Das Universum in einer Nussschale. 2001

2.       Das Wiener Naturhistorische Museum. http://www.nhm-wien.ac.at/ 

Samstag, 20. Mai 2017

Gedanken über einen Rock



Liebe Mama,

Ich weiß, dass du dir ein bisschen Sorgen gemacht hast, als ich dir von deinem Enkelsohn erzählt habe, dass er manchmal mit einem Rock in den Kindergarten gehen will. Ich bin mir sicher, dass es keinen Grund gibt um sich zu sorgen, nur weil du und ich in einer viel konservativeren Atmosphäre erzogen wurden. Vielleicht war ich am Anfang skeptisch, als er darauf bestand einen Rock und sein Fußball T-shirt anzuziehen. Aber ich habe schnell verstanden, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter zuhause anfängt und noch besser wenn man noch ein Kind ist. Ich sage nicht, dass einen Rock zu tragen gut oder schlecht für ein Kind in seinem/ihrem Alter ist. In diesem Alter sind sie so unschuldig, dass das Wort Sexualität absolut keine Rolle spielt. Wir müssen verstehen, dass in entwickelten Ländern manche Männer für sich selbst entscheiden einen Rock (link) zu tragen, zum Beispiel weil sie bequemer in der Arbeit sind. Das ist überhaupt kein Grund, seine sexuelle Orientierung zu beurteilen, falls dass der Grund von deinen Sorgen ist.


Swedische Lokführer in Schweden. Photo source http://infinitelegroom.com/wp-content/uploads/2013/06/sweden-skirt-infinitelegroom-3.png
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Ich muss nicht erwähnen, dass der Kilt (oder Schottenrock) die traditionelle Kleidung für Männer in Schottland ist und ich bin mir ganz sicher, dass es keine Dame in dieser Welt gibt, die glaubt, dass Sean Connery  in einem Kilt weniger attraktiv ist oder sogar feminin aussieht.


 Vielleicht wird dein Enkelkind am Ende erröten oder nur lachen, wenn ich die Fotos von ihm mit seinem Biene Maja Rock und seinem Fußball T-Shirt auf seiner Hochzeit zeige.

  
In den Augen von den Eltern deines Enkelkindes, und den Augen vieler anderer Leute, ist das jetzt nur eine Phase, die Kinder noch süßer und unschuldiger macht. Etwas das man jedenfalls respektieren soll, ist seine unabhängige Entscheidung, zu wählen, was er gut für sich selbst findet. Diese Entschlossenheit wurde in seinem gleichaltrigen Vater kaum gefunden. Er wurde normalerweise von anderen angezogen und hatte sich fast nie beschwert.
Wie Eltern darüber denken und akzeptieren, dass ihr Sohn einen Rock anzieht, steht vielleicht in engem Zusammenhang mit einer Bewegung in Europa (und hoffentlich in der ganzen Welt) die versucht, Frauen Gleichberechtigung gegenüber Männern zu geben. Z.B. Frauen werden weniger bezahlt obwohl sie die gleiche Arbeit als ihre männlichen Kollegen machen. Das ist ungerecht und man muss zugeben, dass in viele Situationen es die Frauen sind, die “die Hosen anhaben“ (Alter Spruch der bezeichnet wer das stärkere Geschlecht ist, immer noch diskriminierend).
Demzufolge, wird eine bezahlte Elternzeit, wenn ein Sohn oder eine Tochter geboren ist, von den Müttern genommen, währenddessen die Mehrheit der Väter auf ihren Anspruch auf einen bezahlten Vaterschafts-Urlaub verzichten wird. Warum das so ist, das ist ein anderes Thema.

Ich fühle mich glücklich, weil ich die Möglichkeit habe die Rolle eines “Hausmannes” zu spielen. Ich genieße es nicht nur, sondern ich finde es auch gerecht, weil sich normalerweise Mütter (und Großmütter) Vollzeit in der Kinderbetreuung engagieren, auch wenn das ihre eigene Karriere kosten könnte.

Ich hoffe, ich konnte diese Ungerechtigkeit mit dem bezahlten Kinderbetreuungs-Urlaub, den ich in Anspruch genommen habe, etwas verringern, Dank dem Österreichischen System und der Gutmütigkeit der Firma, in der ich arbeite. Die zwei Monate, die ich nehme, sind Durchschnitt für die Väter, die diese Anspruch nehmen, aber diese Zeit ist immer noch ein kleiner Teil von der Zeit, die Mütter investieren.

Mit diesem Schreiben, habe ich dir, liebe Mutter, hoffentlich ein bisschen erklärt, warum dein 4-jähriger Enkelsohn und dein 37-jähriger Sohn manchmal eine Schürze tragen wollen. Ich hoffe du verstehst unsere Situation und wir schicken dir einen Gruß, bevor dein zweites Enkelkind aufwacht, um nach seinem noch nicht vorbereitem Obst zu schreien.

Dein Sohn.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Das Glück (nicht) krank zu werden.


Niemand sollte darüber diskutieren, dass das wichtigste im Leben ist gesund zu bleiben. Alles andere ist nicht so wichtig wie die Gesundheit und das Wohlbefinden jeder Person. Gesundheit soll die höchste Priorität für alle sein, weil das ganze Leben davon abhängig ist.
Es gibt Zeiten, in denen man krank wird entweder mit einer harmlosen Erkältung oder mit einem ernsteren und unerwünschten Leid. In so einer Zeit schätzt und versteht man, wie wichtig es ist gesund zu sein. Jedoch kann man von diesen Momenten auch etwas lernen.
Ich schreibe jetzt aus eigener Erfahrung  über den ersten Fall – eine Erkältung, von der ich hoffentlich innerhalb von Tagen mit guter Erholung und viel Flüßigkeitszufuhr geheilt bin (und ich hoffe ich muss nicht über den komplizierten zweiten Fall schreiben).

Es ist mein vierter Tag mit einer saublöden Verkühlung, aber es gab in den letzten Tagen Momente die ich aus den folgenden Gründen nur als „Freude“ schildern kann.

Wie oft habe ich an einem normalen Tag die Möglichkeit mir einen heißen Tee mit Honig und Zitrone zu machen und wieder ins Bett zu gehen? Danach schreit mein Körper gerade und dieser Tee ist vermutlich gesünder als meine normalen 3 Tassen Kaffee pro Tag, die meine Sinne in der Arbeit wach und einsatzbereit halten.

Wie oft koche und esse ich ohne Zeitdruck eine leckere Suppe? Normalerweise kann ich von Montag bis Freitag auf das Mittagessen in der Kantine warten und schnell genug essen, um rechtzeitig mit der Arbeit weiter zu machen. Ich mag es gerne, am Wochenende zu kochen, aber oft gönnen wir uns Zuhause etwas Exotisches vom Lieferdienst.

Für mich ist regelmäßiges trainieren so wichtig wie das Atmen und wenn ich mich nicht ertüchtige werde ich  unglücklich (und Unglücklichkeit wird weder in der Arbeit noch Zuhause geschätzt). Es macht wirklich einen Unterschied in meinem Leben, wenn ich die Hormonausschüttung nach einer kurzen Trainingseinheit in meinen Venen spüre. Allerdings hat mir, schon als ich jünger war, dieses Bedürfnis Sport zu treiben manchmal Stress gebracht. Es ist nicht immer produktiv die „Maschine“ bis zur Grenze zu bringen ohne zwischendurch eine gute Erholung zu haben, die so wichtig wie das Training selbst ist. Weil ich im Moment nicht mehr als 3 Liegestütze machen kann, habe ich gerade die perfekte Erholungsgelegenheit. Ich stoppe  das Training vielleicht sogar bis ins neue Jahr, sodass die extra Kalorien von Weihnachten eine faire Chance haben, sich um meinen Nabel zu integrieren.

In Bezug auf das Schlafen, obwohl ich im Moment in der Nacht ohnehin nicht gut schlafe, hatte ich niemals ein besseres Nickerchen als das im Bett von meinem Sohn; ich habe geschlafen, obwohl meine zwei kleinen Männer auf mir herumspielten. Ich muss nicht erwähnen, dass das was einem Nickerchen an einem normalen Tag am ähnlichsten kommt, nur eine 3-Minuten Pause mit geschlossenen Augen im Zug zurück nach Hause ist, und in dieser Zeit vermeide ich mit allen möglichen Mitteln physischen Kontakt mit anderen Menschen zu haben.

So ein Krankenstand ist auch eine Gelegenheit dafür das eigene Wohlbefinden wieder zu finden. Am Ende des Tages bist du selbst die einzige Person, die dir bei der Suche nach deinen wichtigsten Bedürfnissen, deinem körperlichen und psychischen Wohlbefinden, wirklich helfen kann.


Übrigens wird jeder Krankenstand besser, wenn Sie einen/eine Kamerad/in finden mit der/dem Sie ihre Erkrankung teilen können (das heißt nicht unbedingt einander anzustecken).  Dieses Mal  teile ich das Krankenbett mit meinem 6 Monate alten Sohn, der auch eine Erkältung hat. Letztes Jahr war es mit meinem anderen Sohn (damals 2 Jahre alt).  So wie ich, mögen sie es überhaupt nicht wenn die färbigen klebrigen Sachen aus der Nase sie nicht atmen lassen, aber mindestens haben wir uns einander, um uns den ganzen Tag in unseren Schlafanzügen gegenseitig zu beschweren.


Mittwoch, 12. Oktober 2016

Der Nobelpreis für ein grünes Protein

English

In Erinnerung an Roger Tsien (01.02.1952 - 24.08.2016)

2008 ging der  Nobelpreis für Chemie (1.4 Millionen Euro inklusive einer Reise nach Stockholm) an Roger Tsien, Osamu Shimomura und Marty Chalfie für ihre Arbeit mit GFP (Green Fluorescent Protein), ein Protein das in der Dunkelheit grün leuchtet.

Osamu Shimomura verbrachte sein Lebenswerk mit der Suche nach und der Erforschung der  Kristallqualle (Aequorea Victoria), in der dieses Protein gefunden wurde (wegen eben diesem Protein ist die Qualle biolumineszent). Shimomura war der Erste, der reines GFP isolieren konnte (im Jahr 1962).

Douglas Prasher hatte in den 80ern und frühen 90ern bahnbrechende Publikationen über die Isolierung von der DNA, welche das GFP kodiert. Ohne seine Arbeit wäre es nicht möglich gewesen dieses Protein in anderen Lebewesen als der Qualle anzuwenden (GFP hat heutzutage mehrere Verwendungen; zum Beispiel leuchten genau in dieser Sekunde viele Tiere grün … für Medizinische Untersuchungen).

shine on blue
http://www.conncoll.edu/ccacad/zimmer/GFP-ww/images/shine0.jpg



Marty Chalfie, mit viel Erfahrung im Bereich von neurologischer Architektur in Würmern (seine Forschungsartikel wurden in den 80ern in erstklassigen Zeitschriften publiziert), war sehr interessiert an GFP. Er wollte mit diesem Protein seine Würmer färben und kontaktierte dafür Prasher.

Unglücklicherweise für Prasher wurde sein Geld knapp und er war nicht mehr in der Lage weiter selbst mit GFP zu arbeiten. Aber wie alle anderen „warmherzigen Forscher“, teilte er sein Wissen und Material mit anderen Forscher wie Tsien und Chalfie. Mit dieser Hilfe brachte Chalfie seine Bakterien und Würmer zum Glühen (diese Studie publizierte er 1994 in “Science”, mit Prasher als Ko-Autor).

Währenddessen verbesserte Tsien die Fluorescenz von GFP beim Testen von verschiedenen mutanten Proteinen (publiziert in Nature, 1995).

Kurz gesagt, Shimomura, Tsien and Chalfie bekamen den Nobelpreis für die Entdeckung von GFP; aber Prasher wurde Busfahrer für ein Autohaus mit einem Lohn von 10 Dollar pro Stunde.

Aus gutem Willen wurde Prasher zur Verleihung des Nobelpreises eingeladen (vielleicht kann man es damit vergleichen, wenn man als Gast bei der Hochzeit seines/r Ex-FreundIn ist) wo sein Beitrag zur Arbeit von Chalfie und Tsien anerkannt wurde.

In Juni 2010 konnte Prasher als Forscher in eine Firma zurückkehren und arbeitete danach in Tsiens Lab (2012-2015).

Es ist nicht nur wichtig zu wissen was man macht, sondern auch zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle zu sein, um Nobelpreis-würdige Publikation zu haben (oder auch nur normale Publikationen).

Alles Gute für Prasher und die anonymen Helden die den Weg asphaltieren für die Wenigen, die zur Spitze kommen konnten.


Leider ist Roger Tsien vor kurzem unerwartet gestorben. Er wird ganz sicher von Kollegen und alle die seine Arbeit bewundern vermisst.

Sonntag, 16. September 2012

Keine Krise für die Waffenindustrie

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Laut verschiedenen Reportagen ist  das Wachstum der Waffenindustrie trotz der Weltwirtschaftskrise gestiegen.

Mehr als 300 Milliarden Euro Umsatz haben die wichtigsten Waffenkonzerne alleine in 2010 verdient. Obwohl man glaubt, dass die Waffenunternehmen an der zunehmenden Weltgewalt Schuld hätten und dass der Umsatz den sie hervorbringen  besser für andere Ziele verwendet werden könnte, sind in Wirklichkeit die Waffenkäufer schuld.

Jedes Land hat seine eigenen Prioritäten und wenn sich seine Regierung für Waffen entschieden hat, sind die Rüstungskonzerne nicht zu beschuldigen, sondern die Leute die sie unterstützen.

Die Waffenkonzerne sollen höhere Steuern bezahlen und gezwungen werden  in den Wiederaufbau von zerstörten Kriegsländern zu investieren.

Diese und ähnliche Maßnahmen würden die ungerechten Gewinne von der Waffenindustrie mit dem Verlust von Menschenleben mehr oder weniger ausgleichen.

Sonntag, 9. September 2012

Die Vergnügungen des Lebens

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Um über dieses Thema schreiben zu können, braucht man nur 5 Minuten, um nach zu denken, was wir sehr gerne machen, was uns Freude bringt.
Weil wir so unterschiedlich sind, kann ich heute nur darüber schreiben, was mir persönlich besonders gefällt. Aber ich bin sicher, dass andere Leute mit mir einig sein werden, da viele Aktivitäten, die uns glücklich machen, im Allgemeinen als Glückbringer für verschiedene Kulturen gelten.

Ich fange mit den am meisten  geliebten Aktivitäten an:

1. Essen: Besonders glücklich macht Essen, wenn man wirklich hungrig ist und darauf lange gewartet hat, auch wenn das möglicherweise nicht das Gesündeste sein muss. Als Beispiel kann ich ein gebratenes Faschiertes mit Kartoffelpüree und Llajwa (typische scharfe Soße) erwähnen. In diesem Fall hilft oft Quantität statt Qualität. Und zusätzlich wird man auch extra Freude mit der Erleichterung des nächsten Tages bekommen, besonders wenn man 1 Kilo Faschiertes gegessen hat. Ich würde diese letzte persönliche Aktivität als einen wichtigen Glücksbringer ernennen, weil man tatsächlich und in Wirklichkeit erleichtert ist, aber vielleicht werden meine Frau und  der Rest der Leserinnen nicht mit meiner Meinung einverstanden sein. (Ich glaube aber, dass diese Ansicht mit den männlichen Kollegen einstimmig ist)

2. Niemand von uns würde hier sein, wenn unsere Papas und Mamas „das“ nicht gemacht hätten. Und jetzt verstehen wir, warum wir mehr als 7 Billionen sind. Das ist bestimmt viel Kuschelzeit. Apropos, wir wissen schon, dass manche Stellungen spaßiger als andere sind.

3. Das tägliche Aufstehen würde ohne einen guten Kaffee nicht erfolgreich und genießbar sein. Diese fabelhafte Erfindung wirkt genauso gut nachmittags nach einem saftigen Essen.

4. Über chemische Abhängigkeiten: In meinem Fall habe ich mich an die Wirkung der Endorphine gewöhnt, die unsere Körper während sportlichen Aktivitäten freisetzt. Noch besser funktioniert das mit sportlichen Übertreibungen, die man wie einen „Trip“ empfindet. Die Abkühlung des Körpers nach dem Sport beim Springen in relatives kaltes Wasser kann nur wie eine außerirdische Empfindung beschrieben werden. (Vielleicht sind das die Gründe warum viele Leute mich als Masochist betrachten).

5. Nach einer intensiven Arbeitswoche, sind gute Musik und eine kühle Bierdose das perfekte Heilmittel gegen alles.

6. Das Treffen mit guten Freunden und alten Kumpels ist auf jeden Fall  eine Vergnügung. Und wenn das mit Punkt 5 kombiniert ist, wegen des arithmetischen Gesetzes sogar eine doppelte Vergnügung.

7. Schlafen, besonders wenn es kalt und regnerisch ist, bringt so viel Ruhe, dass man denkt, dass der Tod nicht so schlecht sein kann. Deshalb sagen wir vielleicht auch, wenn man auf die andere Seite reist, „-Ruhe in Frieden-“

Vielleicht sind diese die wichtigsten Glückbringer, die man sich wünschen kann (zumindest ich).  Ein extra Punkt, den verheiratete Leute oder Leute in engen Beziehungen erwähnen müssen, ist die romantische Zeit, die man mit dem Partner verbringt. Auf jeden Fall ist das ein wichtiger Punkt, weil man den Lebensweg zusammen besser als allein gehen kann (für mehr Beweis siehe Punkt 2)
Ich habe vergessen,  dass für viele Leute, den perfekten Job zu haben oder den beruflichen Aufstieg zu bekommen, der Glückbringer ist. Aber man muss daran denken, dass diese Momente, im Vergleich zu Punkt 1 bis 7, nicht so oft kommen. Trotzdem können sie in unserer Liste als Momente erfüllt mit Freude bleiben.

Extra Glückbringer:
Trink halbes Liter Wasser mit Kohlensäure (Coca Cola funktioniert auch) und  stoß so laut wie möglich auf.
Erster Furz des Tages (Ladies… please…. gib zu)
Pinkeln wenn man es nicht mehr halten kann
Geld finden (passiert fast nie)
Ein Ziel erreichen, z.b.  xx kilos abnehmen,  Meister in etwas werden, einen neuen Rekord aufstellen, eine Summe Geld sparen, xx Km laufen, xx Kilos heben, einen Kurs absolvieren, usw. In diesem Fall braucht man normalerweise  viel Motivation und Arbeit, aber die Zufriedenheit danach ist hoch.

Sonntag, 2. September 2012

Der Einstieg eines Arbeitslosen

 Englisch

So, es ist so weit, heute war mein letzter Tag als Arbeitsloser. Nach einer 8-monatigen Pause habe ich einen Job gefunden und zwar sogar in einer sehr attraktiven Firma. Glücklicher als ich kann vielleicht nur meine Mutter sein, da sie sich wahrscheinlich viel mehr Sorgen als ich selbst gemacht hat. Seit meinem letzten Tag in meiner früheren Arbeit bis heute habe ich viel gelernt und erfahren. Ich werde heute nicht darüber schreiben, warum ich den Jobwechsel gesucht habe (vielleicht in einer anderen Geschichte), sondern über meine Erfahrung in den letzten Monaten als Jobsuchender. 

Ich muss sagen, dass ich mich gleich ab dem ersten Tag als Arbeitsloser sehr erleichtert gefühlt habe, weil ich übermüdet und „burned out“ von meinen letzten Tätigkeiten war. Gleich von Anfang an habe ich meine Freizeit sehr effektiv genutzt, um neue Sachen zu lernen,  wie zum Beispiel… DEUTSCH. Ich hatte diesen Wunsch schon lange, aber ich konnte nicht aktiv lernen wie mit der Teilnahme an einem  Kurs - wegen der Arbeit. Als Arbeitsloser habe ich mich nun vier Monate intensiv in verschiedenen Kursen beschäftigt, mit dem Ziel mindestens das B2 Niveau zu erreichen. Gleichzeitig habe ich mir versprochen fit zu bleiben,  da ich auch meine körperliche  Gesundheit in den letzten Jahren stark missachtet habe. Darum besuche ich jetzt mindestens zweimal pro Woche das Fitnessstudio. Und das hat positive Effekte nicht nur an mir,  sondern auch an meiner Frau bewirkt, die mit meiner Motivation, obwohl sie kaum Zeit hat, auch versucht zu trainieren.

In dieser Zeit habe ich auch gute Freundschaft mit interessanten Leuten geschlossen, davon werde ich auch sicher anderes Mal schreiben.

Aber nicht alles war während dieser Zeit ein Ponyhof, da ein Arbeitsloser sich aktiv in der Jobsuche engagieren muss. Und das ist auch was ich gemacht habe. Von meinen 64 Bewerbungen habe ich nur 5 Einladungen zu Vorstellungsgespräche bekommen.  Ich habe wöchentlich die „Nein, Danke“ Email  bekommen und ich hatte Tage, wo ich nur vor dem Computer sitzen konnte, um  auf die nächste Absage zu warten.
Der Stress stieg ein bisschen, weil ich mich ein kleines bisschen schuldig gefühlt habe, als Ausländer eine großzügige staatliche Beihilfe zu bekommen. Diese war in der Tat viel mehr als ich während meiner Doktorarbeit verdient habe. Aber dieses Mal habe ich nicht 60 Stunden/Woche gearbeitet sondern bin ich einfach zuhause geblieben. Ich wusste schon, dass ich diese Beihilfe verdient habe, weil ich meine Arbeitslosenversicherung bezahlt hatte, aber ich wollte gerne wieder an der produktiven Seite der Gesellschaft teilnehmen, und ich wusste dass eine sehr lange Pause ein „Karrierekiller“ sein kann. Nichtsdestotrotz habe ich mich weiter beim Schwimmen in der Donau, trainieren im Fitnessstudio, putzen der Wohnung, kochen von neuen Rezepten und so weiter gut unterhalten.

Nach sieben Monaten hatten meine Frau und ich besonders in eine Bewerbung bei einer Firma große Hoffnung. In dieser Firma konnte ich mir sehr gut vorstellen langfristig zu arbeiten, da der Job in einem Feld war,  in dem ich schon immer arbeiten wollte. Und eines Tages erscheint die Antwort  mit einem Angebot in meinem Email-Posteingang. Ich habe nicht lange überlegt, weil es wirklich ein Traumjob für mich war. Wenige Tage später habe ich endlich einen Vertrag unterschrieben und ich habe jetzt nur 36 Stunden bis ich meinen neuen Arbeitsplatz antreten kann. An diesem werde ich mit einer Menge Erfahrung antreten und ich werde versuchen die Fehler zu vermeiden, die ich in meinen alten Jobs gemacht habe.
Ausnahmsweise kann ich schon sagen, dass eine Arbeit  nicht mehr als ein Beruf ist, den du gerne magst und übst, und sie sollte dich nicht mit überflüssigen Erwartungen von dir oder deinen Vorgesetzten vergiften (darüber ein anderes Mal!).